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Bärlauch-Salz

Frischer Bärlauch ist für mich das typische Frühjahrs-Kraut. Ich liebe es im Wald knietief in den Pflanzen zu stehen und den frischen Knoblauchduft im Wind zu riechen. Und dieses Jahr, durch den milden Winter hier oben, fängt der Bärlauch schon früh an zu sprießen.
Ich esse ihn frisch auf dem Butterbrot oder im Frischkäse. Auch Quark lässt sich gut verfeinern. Gestreut über die Kartoffeln oder mitgekocht im Gemüse ist Bärlauch ein ziemliches Multitalent.

Leider ist die Zeit, in der man gut und reichlich findet, nicht besonders lang. Darum suche ich immer Möglichkeiten zur Konservierung. Getrocknet geht sehr viel Aroma verloren, dann nutze ich oft kleingeschnittene „Streusel“ für das täglich gebackene Brot.

Dieses Salz wird nicht mit getrocknetem Bärlauch hergestellt und gemixt, die gesamte, noch frische Pflanze wird genutzt. Der Duft, wenn man das Gläschen öffnet, ist unbeschreiblich!

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Gut getrocknet und verschlossen hält sich das Salz fast ewig. Allerdings verliert sich mit der Zeit das Bärlauch-Aroma.

Woher bekomme ich Bärlauch?

Selber sammeln macht mir am meisten Spaß. Man verbindet einen schönen Spaziergang in den ersten, wärmenden Sonnenstrahlen mit dem „Einkauf“ von Lebensmitteln in der Natur. Bärlauch ist recht pflegeleicht und wächst an vielen Stellen durch ganz Deutschland. Bei meinen süddeutschen Freunden scheinen die Fundstellen zahlreicher und größer zu sein, aber auch hier in Hamburg und Umgebung gibt es für den Eigenbedarf genug zu sammeln.
Ich denke, dass auch für ungeübte Naturgänger Bärlauch ein leichter Einstieg in das Wildkräuter-Sammeln ist. Außer mit Maiglöckchen lässt er sich schwer verwechseln. Und selbst bei denen sollte der Geruch so deutlich unterscheidbar sein. Bärlauch riecht nach Knoblauch! Deutlich! Stark! Oft so sehr, dass man den Geruch vor den Pflanzen entdeckt.

Wer nicht sammeln möchte, nicht weiß wo oder schlecht in die Wildnis kommt, der hat heute auch genug Möglichkeiten an Bärlauch zu kommen. Auf dem Wochenmarkt habe ich einige Stände gesehen, die welchen anbieten. Und selbst Supermärkte haben mittlerweile oft welchen im Angebot.

bärlauch_salz
Bärlauch-Salz
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Selbstgemachtes Salz mit Bärlauch, schön grün und aromatisch, perfekt für das hartgekochte Frühlingsei.
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Bärlauch-Salz
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Selbstgemachtes Salz mit Bärlauch, schön grün und aromatisch, perfekt für das hartgekochte Frühlingsei.
Zutaten
Portionen:
Anleitungen
  1. Den frischen Bärlauch waschen und trocken schütteln. Dann zusammen mit dem Zucker zu einer Paste zerkleinern. Ich habe meinen Mixaufsatz dafür, ein Mörser funktioniert allerdings genau so.
  2. Die grüne Paste gut mit dem Salz vermischen. Ein paar Stunden ziehen lassen.
  3. Jetzt geht es an das Trocknen. Im Dörautomaten oder ausgestrichen auf einem Blech im Backofen bei niedriger Hitze (40° - 50°) trocknen lassen. Es sollte wirklich vollständig durchgetrocknet sein.
  4. In Gläser füllen - fertig! Schmeckt sehr gut auf gekochten Eiern. Und durch die kräftige Farbe ist das Salz auch als Geschenk ein Hingucker.
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2 Responses
  • miomente
    März 31, 2015

    Liebe Melanie!
    Vielen Dank für das tolle Rezept – da haben wir uns heute Nachmittag gleich mal zum Kaffee einen Waldspaziergang mit auf die Liste geschrieben. 🙂
    Es geht raus zum Bärlauch sammeln! Morgen kochen wir wieder im Büro zusammen und hier viel der Vorschlag selbstgemachtes Kartoffelpürre mit Gurkensalat in Kombination mit deinem Bärlauch-Salz zu machen. Wir sind schon sehr gespannt, wie es uns schmecken wird!

    Ganz liebe Grüße,
    Jenny
    miomente-Team

    • melanie
      März 31, 2015

      Freut mich, wenn das Rezept inspirieren konnte. 🙂 Die Kombination bei euch hört sich auch wirklich gut an. Und gemeinsames Büro-Kochen ist immer toll! Viel Spaß dabei!

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