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10 Tipps für die Lagerfeuerküche

  1. Einfach statt kompliziert
    Klar, marinierte Wachteln oder dreifach gebackener Obstsalat aus den verschiedensten Obstsorten kann schön und lecker sein. Und es ist überraschend vieles im Lagerfeuer möglich. Aber oft spart man sich Stress und Enttäuschung, wenn man sich lieber auf einfachere Gerichte mit weniger Zutaten und Zubereitungsschritten beschränkt. Und man ist ja schließlich im Urlaub.
  2. Gute Lebensmittel
    Nur, weil man einfacher kocht, als man es vielleicht zuhause macht, sollte man trotzdem nicht an den Zutaten sparen. Und ohne Kühlung wird aus dem billigen Apfel mit einigen schadhaften Stellen schnell eine alkoholhaltige Wespenfalle. Also lieber nur wenige und dafür gut ausgewählte Lebensmittel mitnehmen.
  3. Unkomplizierte Lebensmittel
    Dabei meine ich sowohl die Zubereitung (sie 1.) aber auch die Lagerung. Kühlung und Einhaltung einer Kühlkette ist beim Camping oft nicht ganz einfach. Wie lange hält sich etwas bei welchen temperaturen? Wenn die Zutaten unter freiem Himmel gelagert werden: Kann man sie gut verstauen? Ziehen sie schnell Ungeziefer an?
  4. Vorher planen
    Einkaufen wie Lagerung kann besser organisiert werden, wenn man sich frühzeitig darüber klar wird, was man wann braucht und wie zubereiten möchte. So spart man sich doppelten Aufwand, eventuelle Fehlkäufe und kann viel besser darauf achten, wo man was kaufen kann. Statt ständig kurzentschlossen den nächsten Supermarkt aufzusuchen.
  5. Müll beachten
    Dosen haben den Vorteil, dass sie sich ohne Ungezieferproblem lagern lassen und die Lebensmittel darin die meisten Temperaturen gut vertragen. Wer es ein wenig nachhaltiger möchte, der weicht auf Gläser aus oder nutzt sogar selbst eingekochte Lebensmittel aus Mehrzweck-Einmachgläsern. Allerdings ist dann die Leerglas-Lagerung zu bedenken: Glas und Sonne zusammen birgt immer eine Feuergefahr. Bohnen, Linsen oder Erbsen kann man mit Vorrausplanung (siehe 4.) trocken mitbringen und muss dann ohne Müll lediglich längere Einweichzeit beachten.
  6. Feuer rechtzeitig anheitzen
    Egal wie schnell jemand ein Feuer entfachen kann: Es schadet beim Kochen im Lagerfeuer nie, doch etwas früher mit dem Entzünden zu beginnen. Das Kochen ist viel einfacher zu kontollieren, wenn es bereits ein gleichförmiges Feuer gibt. Außerdem besagt schließlich Murphys Gesetz, dass ein Feuer, wenn man damit besonders zeitnah kochen möchte, sich sehr scheu zeigt und garnicht schnell zu entfachen ist.
  7. Genug Material dabei haben
    Das Feuer lodert, die Dutch Oven sind gepackt und jetzt muss nur noch auf die Fertigstellung gewartet werden. Oder? Nein, leider nicht. In den meisten Fällen muss zwischendurch Holz nachgelegt, die Kohle verdichtet oder irgendetwas umgestapelt werden. Da hilft es sehr, wenn man schon zu Beginn genügend Material gesammelt hat und nicht wärend der Garzeit schnell zum Sammeln in den Wald rennen muss.
  8. Geduld
    Das ist natürlich bei jeder Kochaktion eine gute Idee. Gerade am Lagerfeuer sollte man jedoch noch mehr Geduld aufbringen und nicht alle fünf Minuten in den Topf schauen. Denn so kann sich die Wärme nicht so gut halten und man räumt ständig am Lagerfeuer herum, was dem auch nicht immer gut tut. Und ja, das meiste dauert einfach etwas länger als im heimischen Schnellkochtopf.
  9. Mehrschichtig kochen
    Kleinere Töpfe werden schneller gar als große, das gilt genauso für den heimischen Herd. Im Lagerfeuer – gerade, wenn man größere Gruppen verpflegt – ist es aber auch für die bessere Feuerausnutzung eine gute Idee, die Kochaktion in mehrere Teile zu teilen. Wärend die Dutch Oven um das Feuer stehen, kann man zum Beispiel gut einen zusätzlichen Topf darüber hängen. Und sei es nur für das später benutzbare Abwaschwasser.
  10. Störungen einplanen
    Es ist immer gut mit unvorherrsebaren Ablenkungen zu rechnen. Der plötzliche Platzregen, ein hungriger Bär, Ameisenüberfall… da ist es hilfreich, dass es nicht zu viele Schritte im geplanten Kochprozess gibt, die sich nicht etwas vorziehen oder verzögern lassen. Und trockener Zwieback oder einen anderen Notfallersatz zu haben, erweist sich dann als Geniestreich, wenn jemand statt des Salzes Waschpulver in die Nudeln kippt.
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