Eier färben mit Naturmaterial

Ostern, Ostara, Hasenfest … Egal, wie man das Frühlingsfest nennt, Eier sind eigentlich immer involviert. Und momentan sind die Deko- und Billigläden voll mit Keramikschafen, Häschen im Comicstil und eben Holz- und Plastikeiern in pastelligen Tönen.

Ich habe es lieber natürlich und nehme echte Eier. Sowohl ausgeblasen an den Strauch als auch hartgekocht und gefärbt im Nest oder auf dem Küchentisch.

Hartgekochte Eier in allen Farben

Das gab es bei uns schon als Kind. Wir haben nicht die chemischen Mittel aus dem Supermarkt genommen sondern geschaut, wie man es anders machen kann. Dabei hat meine Mutter oft Stoffe aus der Apotheke geholt – Sandelholz, Blauholz … das färbt durchaus. Es kam immer in einer kleinen Portion und in kleinen Tütchen und wir standen gespannt vor den brodelnden Töpfen, um auf das Ergebnis zu warten. Ich kann sagen: Braune Eier färben sich mit vielen Mitteln nicht besonders gut. Das habe ich schon damals als Kind gelernt.

Mein Favorit waren die Läuse, Cochenille, die teilweise kräftig pink färben. Nicht weegen der Farbe, mich interessierten die Läuse selbst. Wenn man gut hinschaute, dann konnte man die einzelnen Tiere erkennen. Das fand ich spannend und gruselig gleichzeitig. Aber es kam ja aus der Apotheke, konnte doch eigentlich nicht schlecht sein, oder?

Heute färbe ich ohne solche pharmazeutische Hilfe, mit dem, was ich zuhause habe. Klar, dann wird nicht alles so glänzend und intensiv aber das macht für mich den Reiz aus. Hier habe ich einige Tipps und eine Farbliste, wenn du es ausprobieren möchtest.

Färben Grundanleitung

  • Schritt eins kann ich nicht oft genug betonen: Nimm helle Eier! Wenn es nur braune gibt – ok, dann müssen Abstriche gemacht werden im Aussehen.
  • Schritt zwei ist die Vorbereitung. Mit einem mit Essig angefeuchteten Lappen werden die Eier abgewischt. Viele haben heute die Herkunftsstempel auf der Schale, den kann man so gut entfernen. Der Essig greift die obere Kalkschicht an und macht die Eier zusätzlich aufnahmefähiger für die Farbe.
  • Schritt drei ist die Vorbereitung des Farbsuds. Ich bin faul und koche die Eier zehn Minuten mit dem Färbstoff auf und lasse dann alles einfach stehen. Manche Stoffe muss man allerdings vorher einige Zeit einweichen oder kochen, damit überhaupt ein sinnvoller Farbstoff entsteht. Das steht in der Tabelle dabei. Ein zusätzlicher Schuss Essig im Sud hilft bei der Aufnahme der Farbe.
  • In Schritt vier wird dann wirklich gefärbt. Ich geben die Eier in den kalten Sud und lasse alles zehn Minuten kochen. Dann wird der Herd ausgeschaltet, der Topf abgedeckt und das Ganze gut abkühlen gelassen. Oft über Nacht – die Farben werden intensiver. Wie bei normal gekochten Eiern verhindert ein anstechen der Schale, dass das Ei beim Kochen platzt. Allerdig läuft dadurch Farbsud in das Ei und die Haltbarkeit wird verringert. Da wir mit natürlichen Stoffen färben ist nichts giftig – Anstechen ist hier Geschmackssache.
  • Der fünfte Schritt ist das Abgießen, Trocknen und eventuell Einölen der fertigen Eier. Dadurch fängt die Schale zu glänzen an. Wer so etwas zuhause hat, der kann die Eier mit einer Speckschwarte einreiben, das poliert und glänzt gleichzeitig.
Stoff zum FärbenFarbeAnmerkungen
Zwiebelschalen (braun)brauneher unpraktisch
Zwiebelschalen (rot)rotSud ohne Ei ansetzen
RotkohlblauviolettEier länger im Sud lassen
Rote BeeterotRote Beet pürieren und kochen
KurkumagelbFärbt alles, auch den Topf
Karottenorangepürieren und lange ziehen lassen
HolundersaftgraublauKann teilweise fast schwarz sein
Mateteezirone24 Stunden im kalten Sud
KamillegelbgrünIm kalten Tee liegen lassen
Spinatgrünbraunvorher pürieren
Petersiliegraugrünvorher pürieren
Mit Naturmaterialien gefärbte Eier
Mit Naturmaterialien gefärbte Eier

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