Natur in der Großstadt

Teil 2: Tiere in Städten

Neben unzähligen Pflanzen sehen wir auch Tiere in den Städten. Es werden sogar immer mehr, denn selbst eigentlich in der Wildnis lebende Arten rücken der Zivilisation näher. Dort wird nicht gejagt, es gibt Nahrung und Verstecke. Füchse sind so ein Beispiel. Und Berlin macht oft mit seinen Wildschweinen Schlagzeilen, die sich regelmäßig in städtische Gebiete verirren. Marder merken wir vorrangig an den kaputten Autos oder in älteren Häusern am Gepoltere, wenn sie sich dort verkriechen.

Hier in Hamburg gibt es die „City Nord“, mehrer Straßen mit großen Gebäuden von Unternehmen und ihren Büros. Am Wochenende arbeitet dort keiner und die Kaninchen laufen frei auf den Straßen herum. Ich bin einmal mit dem Bus dort entlang gefahren. Wir hielten an einer Haltestelle, wo zwar niemand stand aber der Zeit nach gehalten werden musste. Die Tür öffnete sich und ich konnte auf die Haltestelle sehen, in der zwei Kaninchen saßen und den Bus irritiert anschauten. Mitfahren wollten sie nicht.

Die Tiere kennenlernen

Was für Tiere kennst du in deinem städtischen Umfeld? Wann siehst du dort Insekten, von der Mücke bis zum Schmetterling?
Eichhörnchen gibt es fast überall und man kann sie das Ganze Jahr über beobachten. Mäuse, Ratten und Maulwürfe kennt man normalerweise auch. Und hast du schon mal Igel oder Nutrias gesehen? An warmen Sommerabenden fliegen sogar Fledermäuse durch die Straßen, wenn sie in der Nähe einen offenen Dachboden als Versteck finden. Selbstgemachte Fledermaushäuser helfen ihnen zu überleben. Manche Gegenden Deutschlands haben zudem die eigentlich hier in Deutschland nicht heimischen Waschbären. Die putzigen Tierchen haben sich perfekt an den Menschen angepasst und sorgen oft für Ärger.

Fuchs in der Stadt

Alle Vögel sind schon da

Welche Vögel gibt es und wie viele davon kannst du bestimmen? Auch am Gezwitscher? Und weißt du, welche von ihnen bei uns Überwintern und wer von ihnen in den Süden zieht?

Vögel haben sich perfekt an das Stadtleben angepasst und sogar ihren Gesang geändert. Einige zwitschern lauter, um den Stadtlärm zu übertönen, andere imitieren Handys oder Fahrradklingeln.
Manchmal sieht man in einer Stadt Vögel, die als selten gelten (oder galten) und nun in dörflicheren Gegenden nicht mehr oft vorkommen. Wanderfalke und Mauersegler sind dafür Beispiele. Sie finden zwischen den Häusern ein reichhaltiges Nahrungsangebot und genug Mauern und Dächer als Nistplatz.

Hilfe für Vögel

Die Fachleute sind sich nicht immer einig, ob es Sinn macht, Vögel in der Stadt zu füttern. Und wann man das tun sollte. Die alte Regel „bei einer geschlossenen Schneedecke“ ist bei der Wärme und den ganzen Streuwagen einer Großstadt eher unerheblich. Es finden sich hier viel häufiger warme und schneelose Plätze als es auf dem Land der Fall wäre.
Wegen der schwindenden Insekten raten einige Leute, man solle das ganze Jahr über füttern. Aber ehrlich gesagt füttert der normale Balkon- oder Gartenbesitzer selten Mücken oder Käfer.

Wie man es selbst halten mag: ich finde das Füttern von Vögeln mit geeignetem Futter nicht schlimm. Schließlich sind die meisten Vogelarten genau daher in der Stadt geblieben: weil es an jeder Ecke etwas für sie gibt. Und mit einem kleinen Vogelhaus hat man die Möglichkeit, die kleinen und großen Piepmätze zu sehen, die um einen herum leben. Man lernt die Arten erkennen, ihr Verhalten und ihren Gesang.

Eine andere Möglichkeit sind Nisthilfen. Nicht jeder Vogel mag das bekannte „Meisenhaus“, daher gibt es unterschiedliche Kästen oder Gestelle im Angebot. Viele kann man sogar leicht selbermachen. Man sollte sich allerdings vorher überlegen, wo man für welche Vögel etwas aufhängen möchte. So groß die Wohnungsnot auch sein mag: ein wenig wählerisch sind Vögel doch.
Aber danach hast du gute Chancen zu sehen, wie eine neue Vogelgeneration das Licht der Welt erblickt.

Vielleicht hast du sogar Lust, bei der „Stunde der Gartenvögel“ mitzumachen. Dort wird gezählt, was für Vögel es gibt.

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