Pflanzen trocknen

Die Natur durch das Jahr einfangen

Eine Sammlung aus getrockneten Pflanzen – ein Herbarium – diente früher dazu, Pflanzen kennenzulernen und zu studieren. Nicht nur regionale, sondern auch exotische aus fernen Ländern. Viele Botaniker haben uns eine riesige Sammlung an Blättern und Mappen voller getrockneter Blumen und Grünpflanzen hinterlassen. Auch heute noch kann so eine Zusammenstellung helfen, sich die Pflanzen der Umgebung besser einzuprägen. Außerdem macht das Aussuchen, Sammeln, Trocknen und Präsenteren deutlich mehr Spaß, als einfach bei wikipedia nach einem Bild nachzuschlagen. Und man lernt heimatliche Pflanzen kennen.

Was darf ich pflücken?

Bevor du jedoch losläufst und anfängst, alles abzupflücken und herauszureißen, was in deiner Umgebung wächst, solltest du dich ein wenig darüber informieren, was überhaupt erlaubt ist. Schließlich gibt es auch in unseren Breiten eine große Anzahl an geschützten Pflanzen, die man dann lieber in der Natur als vom heimischen Sofa aus betrachten sollte.

Und nachschlagen muss man vorher eigentlich sowieso. Schließlich sollte man vor dem Sammeln schon eine Idee haben, was das überhaupt für ein Pflänzchen ist, dass man sich da ausgesucht hat. Vor Ort etwas zu identifizieren ist deutlich einfacher, als an einem trockenen, gepressten Stück.

Pflanzen erkennen

Bücher, auch handliche, die einen Großteil der heimischen Pflanzen beschreiben, gibt es in nfangreicher Auswahl. Geh einfach mal in eine Buchhandlung und schaue dir ein paar an und suche dir aus, was dir am besten gefällt. Ich habe einerseits ein uraltes Buch von meinem Opa (da gefallen mir die gezeichneten Bilder so gut), andererseits aber ein kleines, handliches Büchlein für die Hosentasche. Das nimmt man beim Wandern lieber mit als kiloschwere aber umfassendere Wälzer. Schön finde ich auch diese Karten, die vorrangig für Kinder gemacht sind. Es ist nicht besonders umfangreich aber wirklich nett gemacht.

Ansonsten gilt beim Pflücken: Nimm nur das, was du auch brauchst. Schneide es ab, wenn du nicht explizit die Wurzeln dabei haben möchtest und nimm nur von Stellen, an denen es mehr von dieser Pflanze gibt. Für das spätere Trocknen ist es wichtig, das die Pflanzen selbst schon möglichst trocken sind. Zumindest sollte es nicht geregnet haben und der Morgen mit dem Morgentau ist auch keine besonders gute Zeit zum Sammeln.

Wie kann man Pflanzen trocknen?

Pflanzen trocknet man am besten in einer Pflanzenpresse (hier eine kleine Anleitung zum Selbermachen). Alternativ funktionieren traditionell auch Bücher, wobei ich größeres als Kleeblätter immer lieber zwischen Papier und dann zwischen und nicht in großen Büchern getrocknet und gepresst habe.

Versucht man eine Pflanze zu trocknen, ohne sie zu pressen, rollen sich die Blätter und Blüten oft ein und die Farben werden matter und brauner. Außerdem lässt sich eine flach gepresste Pflanze deutlich besser in einem Album einkleben und später stapeln.

Was denkst du darüber?

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

No Comments Yet.