Schmuckaufbewahrung im alten Setzkasten

Ich habe von meinen Eltern einige alte Setzkästen bekommen. Perfekt, um daraus eine hängende Aufbewahrung für meinen Schmuck zu machen. In den Boxen, in dem der bisher verstaut ist, verheddern sich Ketten und Ohrringe immer so schnell.
Ok, so, wie ich es dort hinein werfe, ist das wohl kein Wunder.

Was braucht man?

Schmuckaufbewahrung aus altem Setzkasten

  • Setzkasten mit nicht zu kleinen Fächern
  • Schmirgelpapier
  • Acrylfarben für die Farbauffrischung
  • eventuell einen ungiftigen Schutzlack
  • Pinsel, Pinseltopf und Wasser
  • kleinern Handbohrer
  • Diverse Häkchen, offen wie geschlossen
  • Nägel und Hammer zum Aufhängen

Dann einfach loslegen!

1. Den Kasten vorbereiten

Die alten Setzkästen sind oft verstaubt, verkratzt und teilweise gesplittert. Bevor mit der Farbe begonnen wird, sollte man ihn deshalb gründlich reinigen und eventuell einmal abschleifen. Das ebnet die Fläche und sorgt, gerade bei eventuellem alten Lack, für einen besseren Halt der Farbe.
Wenn geschliffen wird: Vorsicht, das staubt! Entweder gleich an frischer Luft machen oder lüften und eine große Unterlage nutzen.

2. Die Farben aufpinseln

Ich habe zuerst den gesamten Kasten (ok, nicht die Rückseite, da war ich faul) in einem Braunton bemalt. Ich wollte auch an den Rändern keine Holzstruktur mehr sehen aber keine besondere Farbe haben.
Ein guter Tipp: Mit Farbresten arbeiten! Mein „braun“ war eine Mischung aus den letzten Tubenresten von anderen Acrylfarben. Schlammig-Braun wird es dann schon automatisch.

Nach dem Trocknen habe ich die farbigen Innenseiten dick aufgetragen. Trocknen lassen – noch einmal. Wirklich nur die Rückwand, nicht die Seiten.
Als letztes Habe ich die vorderen Kanten mit einem schwarzen, wasserlöslichen Lack bemalt. Das war schon deshalb praktisch, weil ich die ganzen bunten Flecken, die ich beim Bemalen der Farbflächen daneben gesetzt habe, übermalen konnte. Ich bin nicht immer besonders sorgsam oder ordentlich.

Noch einmal trocknen lassen – fertig! Wer möchte, kann mit einem Klar- oder Mattlack die Farbschicht versiegeln und länger haltbar machen. Ich habe es gelassen. Vermutlich grabbelt man nicht sooo häufig die Farbflächen an.

3. Viel Geschraube

Vor Beginn der Werkelei hatte ich mir grob Gedanken gemacht, wo ich Haken für Ketten haben möchte.
Unter dem Kasten, an der Seite und oben an der Vorderseite.
Das funktionierte dann auch recht gut. Ich habe mit einem kleinen Handbohrer vorsichtig ein Loch begonnen und mit der Hand dann die Haken eingedreht. So tief, dass es hält. Aber nicht zu tief. Dann kann das alte Holz splittern. Oder man kommt gleich auf der anderen Seite heraus.

Über den Akkuschrauber hatte ich kurz nachgedacht. Das war mir zu unsicher, da sind zu schnell zu tiefe Löcher da.

Schmuckaufbewahrung aus altem Setzkasten

Innen war es ein wenig trickreich mit dem Winkel für die Löcher. Aber das Holz ist nicht besonders fest und die Haken klein. Nur meine Finger taten vom Schrauben hinterher etwas weh. Um einfach mal etwas zu jammern.

Die inneren Haken habe ich für lange Ohrringe geplant. Davon besitze ich etwas mehr. Dafür so gut wie keine Ringe oder Armbänder.

4. Aufhängen!

Bei der Platzsuche für die Schmuckaufbewahrung bitte bedenken: Unten soll Platz für Ketten bleiben. Und auch nicht zu hoch hängen, damit man noch in die Fächer sehen kann.
Oh, und direkt über Steckdosen oder Lichtschalter etwas an die Wand zu nageln ist wegen der Leitungen auch nicht immer eine gute Idee.

5. Einräumen – fertig!

Schmuckaufbewahrung aus altem Setzkasten

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